Die fehlende Abdichtung

Das Thema Abdichtung verfolgt uns leider etwas. Aktuell haben wir zwei offene Baustellen  dazu, die unser Bausachverständige bemängelt hat.

Abdichtung der Leerrohre im HWR

Wir haben zusätzlich drei Leerrohre vom Hauswirtschaftsraum zur Terrasse, zur Garage und in Richtung Zisterne eingeplant und beauftragt. So können wir später Elektrik oder andere Leitungen problemlos nachziehen. Diese Leerrohre wurden auch vom Rohbauer vor dem Erstellen der Bodenplatte verlegt (wenn auch eins davon erst vergessen und auf unseren Hinweis noch eingebaut wurde). Leider wurden die Rohre zu nah beieinander verlegt und zusätzlich noch zu nah an der Mehrspartenhauseinführung (MSH).

Somit kann nicht garantiert werden, dass die Abdichtung der MSH korrekt greift und auch zwischen den Leerrohren kann das Wasser direkt nach oben drücken. Unser Haus liegt etwas tiefer als das Geländeniveau und aufgrund einer relativ hohen Rückstauebene bei der Regenwasserkanalisation, kann es bei Starkregenereignissen dazu kommen, dass Wasser von unten gegen die Bodenplatte und somit auch zwischen den Leerrohren nach oben drückt. Unser Bauleiter weiß Bescheid, hat aber noch keine passende Lösung parat. Der betroffene Bereich wurde beim Verlegen des Estrichs nun erstmal ausgespart und wir warten noch auf einen adäquaten Lösungsvorschlag.

 

Abdichtung des Mauerwerks

Wie im Absatz zuvor bereits erwähnt, liegt unser Haus etwas unterhalb des Geländeniveaus. Um nicht zu viel Erdaushub und damit Kosten zu verursachen, wollen wir das Erdreich/Schotter an die Hauswände etwas höher als normal anfüllen. An 2,5 Hausseiten ca. 30cm hoch, an 1,5 Hausseiten ca. 60cm. Statisch sollte dies bei 36,5er Mauerwerk kein Problem sein, allerdings muss das Mauerwerk passend abgedichtet werden. Dies hatten wir beim Bauträger angesprochen und nach längerem Warten auch einen Vorschlag erhalten. Auf das Mauerwerk direkt sollte eine Bitumendickbeschichtung (KMB) aufgetragen und Anschließend der Putz mit Gewebe darüber angebracht werden. Am Schluss sollte noch Dichtschlämme zum Schutz des Putzes aufgetragen werden. Leider waren die Bauarbeiter etwas zu eifrig und haben das Gewebe und die Putzträgerschicht wenige Minuten nach dem Auftragen der Bitumendickbeschichtung aufgetragen. Beim Durchlesen des technischen Merkblattes zur Verwendung der eingesetzten Bitumendickbeaschichtung, habe ich dann festgestellt, dass die Trocknungdauer von mehreren Tagen bei weitem nicht eingehalten wurde. Dies habe ich dann auch umgehend unserem Bauleiter, Herr Schramm, mitgeteilt.

Nach einigem hin und her und einem Telefonat mit Herrn Wohlgemuth (unserem Planer), haben wir nun eine Lösung gefunden. Nachdem der Oberputz an den Außenwänden aufgetragen wird, zeichnen wir den späteren Geländeverlauf am Haus an. Anschließend wird nochmals eine Bitumendickbeschichtung (KMB) statt der Dichtschlämme auf den Oberputz aufgetragen. Da wir sowieso bis zur angezeichneten Linie anfüllen, stört die unschöne schwarze Schicht auch nicht mehr. Wir können aber sicher sein, dass es dann auch wirklich dicht ist (doppelt hält besser). Natürlich verlegen wir vor Anfüllen noch eine Noppenbahn rund um das Haus, um direkten Erd-/Schotterkontakt zu vermeiden und vor Feuchtigkeit zu schützen.

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